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Hilfe zur Selbsthilfe

Hilfe zur Selbsthilfe

Grosse Aufregung am Tag vom Baustart 8. Januar 2018: Es geht los!!

1 Sand

 Sand...............................                    

 Zement...........................

1d Wasser aus Brunnen.jpg3 Wasser.jpg

 Wasser...........................

Immer wieder eine besondere Herausforderung.

Mischen...........................

 Voilà................................

Das erste "Brique" ist geboren.

 

6 5500 Bausteine

Diesem folgten innert zwei Wochen 5'500 weitere Bausteine, welche für den ganzen Kindergarten- Neubau benötigt werden.

Die Qualität der Bausteine wird zusätzlich verbessert, wenn diese über eine Woche morgens und abends begossen werden. Meist habe ich diese Aufgabe selber übernommen, wobei mich bei dieser grossen Anzahl von «briques» die Giesskannen oft noch in meinen Träumen begleitet haben. Auch wurden dafür von wahrlich ausdauernden Frauen täglich bis zu 4000 Liter Wasser aus dem Brunnen gezogen und mit Plastikzuber ca. 150m zum Ölfass transportiert.

 8 Erste Ladung Zement.jpg

Um unnötige Kosten - oder gierige Hände - zu vermeiden, kümmern Elhadji und ich uns um den ganzen Materialeinkauf. Von mehreren Tonnen Zement, Ladungen von Sand, über Holzbretter und Eisenarmierung, bis hin zum Kleinmaterial, wie, Nägel, Giesskannen, neues Brunnenseil und so Manches, was immer wieder wird neu verhandelt werden muss. Auch die Lohnzahlungen erfolgen von mir direkt. Mit den unterschiedlichen Salairs, vom Tagelöhner, wöchentlichen Zahlungen, Monatsgehalt oder auch Bezahlung nach Stück, ebenso eine Herausforderung, welche Zeit in Anspruch nimmt, damit Alles korrekt verläuft.

Elhadji nimmt sich zusätzlich der Kontrolle über das ganze Material an, ist somit mit den ersten Arbeitern vor 8 Uhr auf der Baustelle und verlässt diese erst bei Dunkelheit um 19 Uhr wieder. Es sind lange und intensive Arbeitstage, doch die gute Zusammenarbeit, auch mit dem Arbeiterteam, motiviert uns immer wieder von Neuem. Alfredo Dos Santos, unser «Chef de maçon, wird rundum gerühmt und übernimmt alle Tätigkeiten und Maurerarbeiten, vom Fundament bis unter das Dach.

Lamine Mané ist unser Fachmann. Er hat Architektur studiert und trotz seinem jungen Alter bereits eigenständig die Bauleitung von Neubauten übernommen. Er ist sehr zuverlässig, begleitet und berät uns seit der Planung mit einem grossen Fachwissen und ebenso viel Herzblut. Trotz einem Unfall mit gebrochenem Fuss und Gips zur Folge, ist er fast täglich auf der Baustelle. Er ist uns eine wirklich grosse Unterstützung, um die erwünschte Qualität zu erzielen.

Inzwischen wurde der Grundriss nach Plan angezeichnet und es gilt, für das Fundament der Grundmauern 50cm tiefe Graben auszuschaufeln für die Pfosten 80cm tiefe Quadrate. Gleichzeitig wird von einem Metallarbeiter die ganze Eisenarmierung vorbereitet. Nächste Woche wird engeschalt und das Fundament betoniert.

Hier noch einige weitere Bilder  
1c Elhadji, super Sand.jpg 1e Kinder Goudiabya.jpg
1f Implantation.jpg 1g Implantation
1gg Implantation 1ll Elhadji Wasser abfullen
1m Teamwork 1p Kontakt Kinder Goudiabya
1 Bauplan  

Neujahreswünsche 2018

kindergardens4senegal / ndimbal xale yi et Goudiabya

wünschen Ihnen ein frohes neues Jahr 2018 mit viel Freude, Energie und Zufriedenheit gute Gesundheit und Frieden
2 Foto Guets Neus 2018 1

Aktueller Projekt-Stand, 8. Dezember 2017

1 Supervisor Neubau Lamin Mane Elhadji Dieme

Der Bauplan ist fertig und der Vertrag mit dem verantwortlichen Maurer wird in diesen Tagen abgeschlossen. Nebst dem guten Ruf des so genannten „Chef du masson", haben uns auch die verschiedenen Gebäude überzeugt, welche von ihm erstellt wurden und wir besichtigt haben. Das zum Teil noch von Sträuchern überwucherte Bauland wird diese Woche von der Dorfbevölkerung gesäubert, wobei selbst die Wurzeln ausgerissen werden müssen. Bald kann also mit dem Fundament begonnen werden. Das heisst, es werden zuerst über mehrere Tage Schaufel um Schaufel geschwungen, bis die entsprechenden Grabungen fertig sein werden. Alle Arbeiten für einen Neubau werden hier noch von Hand ausgeführt. Es gibt keine Maschinen, keinen Bagger oder Kran. Baulärm ist ein Fremdwort.

2b Ndimbal xale y mit Marielle Furter

Grosse Bereicherung, Partnerorganisation ndimbal xale yi

Es war ein wirklich guter Entscheid, eine auf unseren Verein abgestimmte, senegalesische Partnerorganisation zu gründen. Die erwarteten Vereinfachungen bestätigten sich bereits bei den Vorbereitungen und nun auch bei der gesamten Planung unseres zweiten Kindergarten- Projekts. Aktuell arbeite ich vorwiegen mit Elhadji Dieme, (Leitung Projekte), während die weiteren Vorstandsmitglieder für einzelne Aufgaben eingesetzt werden. Wir konnten uns kürzlich sogar mit dem Minister von Sedhiou treffen und ihn persönlich über unser Vorhaben informieren. Er schätzt unsere Tätigkeit für die Kinder im Senegal sehr und hat uns angeboten, sich jederzeit bei ihm zu melden, falls Probleme auftauchen sollten.

3 Elhadji Mamadou Dieme 4

Kränzchen für den Präsidenten, Elhadji Mamadou Dieme

Jemanden gefunden zu haben, dem ich 100% vertrauen kann, der sich mit seinem besten Wissen und Gewissen für die Umsetzung unseres Projekts einsetzt, ist für mich wahrlich ein Geschenk und nicht selbstverständlich. Das Engagement von Elhadji Dieme übersteigt alle meine Erwartungen, vor Allem für afrikanische Verhältnisse. Für das Fest der ersten Steinsetzung in Goudiabya war sein Einsatz unermüdlich und ich erlebte ihn von früh bis spät beschäftigt, damit die ganze Organisation dem entsprechend umgesetzt wurde. Diese grossartige Leistung des Präsidenten hat letztendlich viel zu dem guten Gelingen und der wunderschönen Stimmung des Anlasses beigetragen. (Siehe unterstehenden Tagebuch- Bericht). Mit dem selben Elan erlebe ich ihn nun bei all den vielen Verhandlungen bezüglich der Umsetzung von unserem zweiten Kindergartenprojet.

4 Elhadji Dieme mit Inspecteur Sagna

Grosse Entlastung

Es zeigt sich, dass wir bei Gesprächen, Sitzungen und Verhandlungen bessere Resultate erzielen können. Einheimische verstehen sich besser untereinander, als wenn ich mich auf meine „schweizerische Art" ausdrücke. Zwar lerne ich täglich dazu, die senegalesischen Eigenheiten und Umgangsformen werden mir stets gebräuchlicher, trotzdem ist das gegenseitige Verständnis nicht immer einfach. Somit erleichtert mich die Zusammenarbeit mit Elhadji Dieme sehr, und ich bin mehr als froh um diese Entlastung der ganzen Projektarbeit und Verantwortung vor Ort.

5 Elhadji Dieme mit Chef Village Arouna Goudiaby rechts

Viele Vorteile

Elhadji, aufgewachsen in Sedhiou, kennt „seine Pappenheimer". Er weiss, auf was besonders geachtet werden muss und wie bestimmte Aussagen zu verstehen sind, damit ein gutes, gegenseitiges Verständnis und Übereinkommen erreicht werden kann. Dazu kommt der grosse Vorteil, dass er die Preise genau kennt oder in Erfahrung bringen kann, was unsere Projektauslagen merklich sinken lässt. Viele unnötige oder höhere Ausgaben können vermieden werden, wenn ein Einheimischer die Preise aushandelt. Sieht der Verkäufer oder Arbeiter hingegen «eine Weisse» vor sich stehen, steigen die Kosten oft rasant in die Höhe.

Tagebuch, 28. Oktober 2017

1 Pose pierre

2 Freudige Kinder

3 Elhadji

4 Rede Le Marie

5 Kulinarischer Frauenpower

    TV Bericht "pose pierre" Goudiabya

  

Ein Fest der Begeisterung in Goudiabya

„La pose de la première pierre“

Am 21. Oktober 2017 konnte mit einer wahrlich grossen Freude der erste Stein gesetzt werden. Mit Pflaster und Kelle durfte ich mich beteiligen, mit einigen Kindern den ersten Stein zu setzten, Die Erinnerung daran berührt mich noch jetzt.

Zusammen sind wir stark

Für das gute Gelingen hat sich die Dorfbevölkerung mit einem erstaunlichen Einsatz beteiligt. Bereits einige Tage davor wurde nicht nur ich selber, sondern auch die ganze Dorfbevölkerung von einem Gemisch aus Nervosität und freudigem Kribbeln erfüllt. Gleichzeitig war wieder diese innige Herzlichkeit und Vertrautheit, welche uns gegenseitig aufmunterte, keine Mühen zu scheuen. Es herrschte reges Treiben bereits bei der Organisation für das Fest. Zeltdächer, Tische mit weissen Tischtüchern für die Obrigkeit, Musikanlage, Essen und Getränke, und noch so Vieles mehr, eine besondere Herausforderung, so weit abgelegen. Der grösste Teil wurde von unermüdlichen Eseln auf einem Karren transportiert.

Gleichzeitig hat sich Herr Elhadji Mamadou Dieme, Präsident unserer Partnerorganisation ndimbal xale yi, mit ebenso grosser Motivation engagiert. Er hat sich von früh bis spät darum gekümmert, dass die organisatorischen Aufträge ausgeführt wurden, TV und Radio kontaktiert, Einkäufe geplant und die ganze Koordination übernommen. Die Zusammenarbeit hat sich auch bei diesem Anlass bestens bewährt und mich sehr entlastet.

Der erstaunliche Elan rundum wirkte sich nicht nur auf die gelöste Stimmung bei den vielen Anwesenden aus Goudiabya aus, sondern auch auf die Obrigkeit und Inspektoren, welche uns die Ehre gaben. Die traditionellen Reden waren von einer tiefen Dankbarkeit geprägt, begleitet von so manchen emotionalen Worten, welche bereits die vertraute Zusammenarbeit zum Ausdruck brachte.

Um das leibliche Wohl sorgten sich um die 80 Frauen, welche am Tag davor mit Ausdauer riesige Mengen an Teigtaschen und Süssgebäck hinzauberten. Ein munteres Treiben, begleitet von Geschwätz und Gelächter, vom Morgen bis zum Eindunkeln. Stolz präsentierten sie mir danach die mit Leckereien gefüllten Schüsseln, scherzen und tanzen mit mir. Dieses wunderbare Gefühl der Verbundenheit, aufgenommen in der Gemeinschaft, wirkt bei mir wie Seelenbalsam.

Herzliche Grüsse

Eure Marielle Furter

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Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.
Marielle Furter