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Hilfe zur Selbsthilfe

Hilfe zur Selbsthilfe

Oktober 2015

Tagebuch, Senegal 2. Oktober 2015

von Marielle Furter

Nach meiner Ankunft im Senegal konnte ich es kaum erwarten, den aktuellen Stand des Kindergartens zu besichtigen. So bin ich mit meinem Freund und Assistent Elhadji - trotz der ermüdenden Reise - noch am selben Tag nach Niaguis gefahren.

Mit dem langersehnten Aufrichten des Daches wurde erst kürzlich begonnen. Der ursprünglich geplante Dachträger aus Holz wurde von der externen Fachperson als zu unsicher eingeschätzt und musste durch einen Hauptträger aus massivem Eisen ersetzt werden. Die Querverbindungen bestehen wie ursprünglich geplant aus Holz.

Abgesehen von der grossen Verspätung was das Dach betrifft, wurden einige andere Arbeiten planmässig in Angriff genommen. Alle Wasserleitungen wurden verlegt, damit die Toiletten und das Wasserbecken in der Küche angeschlossen werden können. Auch wurden alle elektrischen Leitungen gezogen. Fast alle Fenster sind montiert und die Türen werden nächste Woche in Angriff genommen.

Um an der Eröffnungsfeier am 17. Oktober ein grundsätzlich fertiges Bild des Kindergartens zu erhalten, wurde der Bauchef beauftragt, die Dacharbeiten abzuschliessen, sowie alle Türen und Fenster zu montieren. Auch soll der ganze Kindergarten zumindest den Erstanstrich erhalten und es soll mit dem Verlegen der Bodenplatten begonnen werden, damit die Klassenräume ein fast fertiges Bild aufweisen.

Der externe Experten legt sein Augenmerk besonders darauf, dass mit einem hohen Mass an Qualität gebaut wird. Schliesslich geht es um die Sicherheit von Kindern. Das ist das Allerwichtigste und - da sind wir uns alle einig - die entstandenen Verzögerungen sind dabei zweitrangig.

Ich freue mich jedenfalls sehr, dass wir bald die Ouvertüre unseres ersten Kindergartens feiern können, auch wenn die Finissage des Neubaus noch fehlen wird und die Kinder erst im November erstmals den Kindergarten besuchen können.

Besonders freut es mich, dass zur Eröffnungsfeier am 17. Oktober unser Präsident, Werner Brunner, mit seine Frau anwesend sein wird, sowie meine Mutter und Marcel Brühlmann, Badmeister Villmergen, welche stets mit grossem Engagement für das Projekt mitgewirkt haben.

Das Projekt kann gerne jederzeit besucht werden, sei dies aus purem Interesse, für einen Volontär- oder Sprachaufenthalt oder auch einfach um Ferien zu geniessen.

Gerne berichte ich euch nach der offiziellen Kindergarteneröffnung über die Feierlichkeiten.

Herzlichst

Eure Marielle Furter

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September 2015

Tagebuch, Hägglingen im September 2015

von Marielle Furter

Nachdem ich die afrikanische Sonne Ende Juni mitgebracht habe, naht nun mit den kühleren Tagen meine Rückkehr in den Senegal. Es ist ein sehr bewegter Aufenthalt in der Schweiz. Nebst vielen Aktivitäten hatte ich immer wieder erfreute und ermunternde Begegnungen und Gespräche. Unter anderem besuchten wir das Gauklerfestival, so wie E+S- Spielfest Villmergen mit unserem Geschichtenzelt. Es fand auch dieses Jahr wieder grossen Anklang und erfreute viele Kinder.

Nun freue ich mich besonders auf den letzten Anlass, bevor ich am 16. September abreisen werde. Es wäre schön, wenn ich euch in der Villmerger Badi nochmals treffen würde und wir ein paar gemütliche Stunden verbringen könnten. Genaue Infos zum Benefiz- Badi- Schlussfest mit Flohmarkt, Sonnen- Bazar, Spiel und Spass für "Gross und Klein", Musik u.v.m. ist dem angehängten Plakat zu entnehmen.
Der Neubau ist bald überdacht und der Kindergarten nimmt Form an. Nach meiner Ankunft am 19. September werden Fenster und Türen, Toiletten und Küche installiert, während ich mich um das Mobiliar und die Inneneinrichtung kümmern werde. Die Eröffnung des Kindergartens ist auf den 17. Oktober 2015 geplant.

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Ich freue mich darauf, euch bald wieder live aus Niaguis berichten zu können.

Herzlichst
Eure Marielle Furter

 

 

10. Juli 2015

Tagebuch, Ziguinchor, 10. Juli 2015

von Marielle Furter I Bilder zum Tagebuch >>

Weitere Fotos und Filme zum ganzen Projekt „Niaguis“ sind unter „Galerien“ zu sehen.

Der Kindergarten- Neubau in Niaguis steht bis unter das Dach!!!
9a elhadji assistent kindergardens4senegl 20150713 1698868570Ich bin ausserordentlich glücklich, die Mitteilung zu überbringen, dass die Bauarbeiten plangemäss und zügig vorwärts gehen. Das Fundament, welches allein drei Wochen Zeit brauchte, wurde mit einem hohen Mass an Sicherheit und Qualität erarbeitet. Es war sehr spannend, diesen Prozess zu verfolgen. Unterkellern gibt es dort nicht. Die quadratisch ausgegrabenen Löcher wurden mit Eisengitter versehen, weitere Eisenstäbe in horizontaler Richtung verankert und alles mit Beton aufgefüllt und fixiert.

Ein weiterer unvergesslicher Moment! Mitte Juni wurden die ersten drei Reihen aufgemauert und die Verschalungen angebracht. Dafür wurden nun die gefüllten Bausteine verwendet, welche zusammen mit den üblichen „gelochten“ Exemplaren zu Hunderten hergestellt wurden. Für den ganzen Neubau bereit, erstreckte sich inzwischen ein Feld von über 1000 Bausteinen, jeder einzeln angefertigt und an der Sonne getrocknet.

Im versprochenen, zügigen Tempo wurden die Mauern hochgezogen und wuchsen täglich zusehends in Höhe und Breite. Das Team von ca. 20 Personen arbeitete bestens Hand in Hand. In verschiedene Gruppen aufgeteilt, wurde an den geplanten, wabenförmig- verbundenen Gebäude.gearbeitet, alles ohne jegliche Maschinen. Kein Baulärm, nichts. So gab es Arbeiter für den Transport von Sand und Zement mit der Schubkarre, den Wasserträger, den „Beton-Mischer“, welcher mit der Schaufel den Sand-/Zementberg mit System zum entsprechenden Pflaster verrührt, welcher dann wiederum mit der „Garette“ zum Maurer gebracht wird. Ein Handlanger für die Bausteine übergibt jeweils das passende Stück. So geht es vorwärts. Stein um Stein, Mischung um Mischung, Schubkarre um Schubkarre, täglich mit einem sichtlich wachsenden Ergebnis.

Wie ich im letzten Bericht im Mai geschrieben habe, bin ich für die, übrigens wunderschöne, Hochzeit von Daniela Brunner, (neu Nübling) in die Schweiz geflogen. Doch hatte ich danach am 9. Juni nochmals die Reise nach Ziguinchor/ Niaguis angetreten. Es war mir wichtig, den Bau noch weiter zu verfolgen, auch wenn er von vier Experten aus verschiedenen Institutionen kontrolliert wird. 

Nebst Philippe Diedhiou, Dimbaya, Ibrahim Badji, Arbeitergruppe Niaguis und Elhadji Dieme, kindergardens4senegal, gibt es zusätzlich eine externe, neutrale Person, Jonas Biagui, welcher für alle Bauten in dieser Region verantwortlich ist. Er ist zuständig vom „Departement“, alle Baustellen zu überwachen und wurde von uns beauftragt, einen wöchentlichen Kontrollgang in Niaguis durchzuführen. Biagui macht seine Arbeit sehr Gewissenhaft und ist eine zusätzliche Sicherheit, dass plangemäss und absolut seriös gebaut wird. Überhaupt 10 mauern bis unter dach 20150713 1771169570haben all diese Experten ein scharfes Auge auf die Bauarbeiten und führen sehr strenge Kontrollen durch, welche jeweils mit einem Rapport und Fotos festgehalten werden.

Dieses kontrollierte Vorgehen konnte ich über Wochen miterleben. Ich war in regem Austausch mit dem Baugeschäft, so wie mit den Experten, was mein eh schon grosses Vertrauen noch mehr bestärkt hat. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen, der wohlwollende und respektvolle Umgang bei Begegnungen und Abklärungen, schätze ich sehr. So kann ich mich absolut darauf verlassen, dass während meiner zweimonatigen Abwesenheit genau so verlässlich weiter gearbeitet wird, wie wenn ich vor Ort bin. Ausserdem verfolgt Elhadji das ganze weitere Verfahren, ist in Niaguis stets mit Film und Fotokamera unterwegs und kümmert sich auch um die administrativen Angelegenheiten. Wir haben einen regen Austausch, (Skype sei Dank), und so bin ich täglich auf dem Laufenden.

Aktuell wird mit der Konstruktion des Daches begonnen. Dieses sollte bis Ende Juli fertig sein, so dass nachher nur noch die Innenarbeiten fehlen, welche im Trockenen verrichtet werden können. Die Regenfälle werden nun immer häufiger, doch wurde mir von allen Seiten bestätigt, dass dies keine negativen Auswirkungen auf den Neubau oder die bevorstehenden Arbeiten haben wird. 

Ein weiterer mir wichtiger Grund betrifft die Nachhaltigkeit. Obwohl ich schon so Manches vorbesprochen hatte, wollte ich bereits vor meinem CH-Aufenthalt absolute Klarheit haben, wie 11 freudentanz m furter 20150713 1491945632es nach der Eröffnung vom 17. Oktober weiter gehen wird. Bei einem Gespräch mit dem verantwortlichen Inspektor der Region Ziguinchor, war dieser nicht nur sehr erfreut über mein Projekt und meine hilfreiche Anwesenheit, auch wurden meine Anliegen sofort ernst genommen und respektiert. (Z. Bsp. Mitsprache bei der Wahl der Lehrkräfte) Meine geplanten, regelmässigen Besuche während des Kindergartenbetriebes werden begrüsst und dankbar angenommen. So werde ich mich voraussichtlich wöchentlich mit Anregungen einbringen, um dort unbekannte Spiele und Förderungsmöglichkeiten, Bastelarbeiten und Tischspielen, etc. zu vermitteln. Es freuen sich alle Beteiligten auf diese rege Zusammenarbeit und ich bin sehr glücklich, wenn ich wieder vermehrt mit Kindern arbeiten kann. Daneben sind Weiterbildungen für Kindergärtnerinnen rund um Niaguis geplant, für welche sowohl Lehrkräfte, wie auch Behörden ein grosses Interesse haben.

Gerne möchte ich von den erfreulichen Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Projekt „Niaguis“ proftieren und im Nachbarsdorf einen weiteren Kindergarten ermöglichen. Natürlich ist es uns nicht möglich, überall zu helfen. Doch würde ich gerne dieser Nachbargemeinde von Niaguis und dessen Kindern helfen, da auch dort der Bedarf besonders gross ist. Und nachdem ich für die Umsetzung meines Vorhabens in Niaguis jeden Schritt hautnah miterlebt habe und bei allen Abwicklungen und Gesprächen dabei war, sind mir nun die beteiligten Personen und nötigen Abläufe bestens bekannt. Die grosse Vorarbeit ist geleistet, den ganzen Prozess kennen zu lernen, was den Aufwand für ein weiteres Projekt enorm vereinfachen wird.

Es würde mich sehr freuen, wenn ich mich mit erneuten Spendengelder für weitere Kinder und ihre Bedürfnisse einsetzen und damit die Umstände für eine zuversichtliche Zukunft in ihrem eigenen Land verbessern könn

Kontakt:                     Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel. Schweiz               076 715 78 86           (bis voraussichtlich Ende August 2015)
Tel. Senegal               00221 77 844 51 55   (ab September 2015)

Herzlichst
Marielle Furter

22. Mai 2015

Tagebuch, Ziguinchor, 22. Mai 2015

 von Marielle Furter I Bilder zum Tagebuch >>

Juhui, es goht los!

 

Ein unbeschreibliches Gefühl erfüllt mich bis zum kleinsten Zeh, oder viel mehr, bis in mein Innerstes. Der Tag ist gekommen, an welchem die monatelangen Vorarbeiten abgeschlossen sind. Meine grosse Erschöpfung wandelt sich um in himmlische Freude. Endlich geht es los mit den langersehnten Bauarbeiten für den Kindergarten in Niaguis.

Im Schnellverfahren erscheinen vor meinem inneren Auge verschiedenste Bilder aus all den vergangenen Etappen und lassen überwältigende Emotionen in mir aufkommen. Vor über zwei Jahren begann ich mit den ersten Gesprächen und Vorarbeiten im Senegal. Seit einem Jahr lebe und arbeite ich fast rund um die Uhr für Marielle la Mèredieses Projekt, sowohl in der Schweiz, wie nun seit Januar 2015 vor Ort. Die Tage sind lang und ausserordentlich arbeitsintensiv, die schwülen Nächte kurz und wenige Stunden müssen zur Erholung ausreichen. Doch meine Vision und die so bedürftige Situation der Kinder hier in der Casamance vor Augen, haben mich täglich von Neuem angetrieben, mein Ziel nie aus den Augen zu verlieren.

Die letzten Monate habe ich mich fast nur noch mit der ganzen Bauplanung und den senegalesischen Abhandlungen und Vorschriften beschäftigt, was auch hier in Afrika ein beachtlicher Aufwand ist, vor allem als „Neuling“. Gleichzeitig vermitteln mir jedoch die vielseitigen Arbeiten ein stetig wachsendes Verständnis für all die unbekannten Gegebenheiten und erforderlichen Rechtswege. Begleitet von all den guten Wünsche und Gedanken meiner Liebsten, dem erfolgreichen Kontostand und dem grossen damit verbundenen Vertrauen mir gegenüber, werde ich immer wieder von Neuem ermutigt, Bauplatz Abschrankungdas Projekt voran zu treiben. Zusätzlich profitiere ich von diesem intensiven Prozess viel für mein privates Leben hier im Senegal. Der Umgang mit den Einheimischen und der hiesigen Kultur verinnerlicht sich wie von selbst und ich fühle mich rundum zu Hause.

Plangemäss wurden am 5. Mai die eingereichten Offerten für den Neubau ausgewertet und von Experten begutachtet. Schlussendlich wurde nach einem fast zehn stündigen Verfahren das Bauunternehmen KASSIKA ausgewählt und der entsprechende Vertrag konnte endlich abgeschlossen werden. In drei Monaten sollen die Bauarbeiten fertig sein, noch bevor voraussichtlich ab Mitte August bis Ende September die heftigen Regen einsetzen.

Am Samstag, 16. Mai ist der grosse Tag gekommen, es geht los!
Erster Camion lädt Sand abDie ersten Lastwagen mit Material sind eingetroffen, sowie eine Bautruppe für die wichtigsten Arbeiten, welche vorgängig für den Aufbau nötig sind. Berge von Zement und Sand wurden abgeladen, zwei Bäume mussten dem Neubau Platz machen, eine Wasserleitung wurde eigens für die Baustelle gelegt, der Bauplatz geebnet und für das Fundament vorbereitet. Aktuell werden Löcher gegraben, Schaufel um Schaufel, um das Eisen zur Verstärkung der Mauern in Zement zu fixieren.

Die grossen Ladungen mit Sand und Zement wurden extra am Wochenende hingefahren und abgeladen, um die Kinder der Primarschule nicht zu gefährden. Aus demselben Grund wurde eine Abschrankung aus Holz um den ganzen Bauplatz installiert. Dies zeigt doch schon ein gewisses Verantwortungsgefühl und entsprechende Rücksichtnahme des Bauchefs Sountou Gomis. Ich habe grundsätzlich sehr viele positive Rückmeldungen im Zusammenhang mit der Firma Kassika bekommen, Neubauten und bin sehr zuversichtlich, dass wir die richtige Wahl getroffen haben. Auch die Besichtigung eines Neubaus zur Erweiterung eines Bauplatz mit TruppeKindergartens, hat mich überzeugt, dass mit einem hohen Qualitätsanspruch gearbeitet wird.

Der Präsident der Projektgruppe in Niaguis, welcher täglich mit sichtlicher Begeisterung und einem enormen Einsatz vor Ort ist, strahlt mich stets mit tiefster Zufriedenheit an. Er ist Lehrer an der Primarschule, neben welcher wir den Kindergarten bauen. Somit ist er nah am Geschehen und verfolgt das Voranschreiten der Bauarbeiten auch während seiner Freizeit mit einer grossen Gewissenhaftigkeit. Und mit Adleraugen, wie ich festgestellt habe.

Schon in wenigen Wochen beginnen die langen Ferien und die Schulräume können als Materiallager genützt werden. Ein „Gardier“ wird eigens dafür angestellt, Ein- und Ausfuhr aller Materialien zu kontrollieren und schriftlich fest zu halten. Er wird bis zum Ende des Neubaus in der Schule wohnen, um Tag und Nacht anwesend zu sein. Dieses überzeugende Sicherheitsverfahren ist sehr beruhigend.

Das Projekt erfordert weiterhin eine enge Zusammenarbeit mit der ganzen Gemeinde. Der ganze Bautrupp wird in Niaguis einquartiert und mit allen Mahlzeiten versorgt. Dies ermöglicht ein besonders zügiges Voranschreiten der Bauarbeiten. Auch der Sand konnte vor Ort abgebaut werden. Er hat die strengen Prüfungen der Experten bestanden und bewährt sich bestens, um zusammen mit Zement und Wasser stabile Backsteine zu bilden. Jeder wird einzeln hergestellt und mindestens zwei Tage an der Sonne getrocknet, bevor er zum Aufbau der Mauern dient.

 

Am Montag, 25. Mai wird die Produktion gestartet. Dies wird für mich persönlich ein weiterer Höhepunkt sein, wenn der erste Baustein geformt wird, dem dann hunderte und tausende Exemplare folgen werden.

Bäume gefälltEs freut mich sehr, dass ich wenigstens den Start mit erleben kann, bevor ich am 2. Juni anlässlich der Hochzeit von Daniela Brunner, unserem Vorstandsmitglied und meinem „Patenkind“, in die Schweiz fliegen werde. Auch wenn die ausserordentlich gewissenhafte und kontrollierte Vorgehensweise der beteiligten Personen mich absolut zuversichtlich stimmen, dass auch während meiner Abwesenheit genau so gewissenhaft gearbeitet wird, hätte ich gerne die Entstehung des Kindergartens während dem ganzen Aufbau begleitet, wie dies geplant war. Durch meine unerwartete Reise in die Schweiz im Februar, (siehe Tagebuch), hat sich die Bauzeit jedoch so sehr verzögert, dass mir dies nicht möglich ist, was ich sehr bedaure. Doch ist es mir ein genau so grosses Anliegen, die Gelegenheit zu nützen, in der Schweiz bis Ende August weitere Aktivitäten zur Finanzierung des nächsten FundamentlöcherKindergartens in dieser Region zu starten.

Seit anfangs Mai habe ich zu meiner Entlastung für die Bewältigung der vielen Aufgabenbereiche einen Assistent aus dieser Gegend an meiner Seite. Einerseits ist der Aufwand für mich enorm geworden und ich bin froh, wenn ich einige Aufgaben abgeben kann. Andererseits kennt er sich bestens mit den örtlichen Begebenheiten und Umgangsformen aus und ist mir auch bei der Verständigung eine Hilfe. El Hadji Dieme kenne ich bereits seit drei Jahren, er unterrichtet mich in Kora, der afrikanischen Harfe. Sein verantwortungsvolles und zuverlässiges Verhalten habe ich stets geschätzt, sowie sein Interesse und die vielen Gespräche bezüglich meines Projekts in Niaguis. Auch ist es ihm selber ein persönliches Anliegen, die Umstände in seiner Heimat „Casamance“ zu verbessern. Sein grosses Wissen über die geschichtlichen Hintergründe dieser Region, trägt für mich zusätzlich viel dazu bei, die örtlichen Lebensumstände besser zu verstehen. Ich bin ausserordentlich froh um diese Unterstützung und es ist sehr hilfreich, hier nicht mehr als einzige Person von kindergardens4senegal aufzutreten und alles zu bewältigen. El Hadji ist inzwischen bestens eingearbeitet und wird während meiner dreimonatigen Abwesenheit meine Aufgaben übernehmen. WasserleitungObwohl ich mit einem absoluten Vertrauen abreise, sowohl zu unserer Partnerorganisation Federation Dimbaya, so wie der Projektgruppe in Niaguis und dem Bauunternehmen KASSIKA, ist es mir ein Anliegen, dass kindergardens4senegal stets vertreten ist, auch wenn dies nicht immer von mir persönlich möglich ist. Ich möchte jedoch dieselbe Gewissheit haben und ebenso mit Rapports, Foto- und Filmmaterial von unserer Seite her beliefert werden.

Ruth Rychner, unsere Beisitzerin für Events reist am 24. Mai zu mir nach Ziguinchor und wird das Projekt ebenso für einen Monat begleiten. Ich freue mich sehr auf ihren Besuch und es wird für beide eine grosser Moment sein, wenn wir Niaguis gemeinsam besichtigen können. Auch bin ich ihr sehr dankbar für ihr grosses Engagment, in der Schweiz, sowie nun auch in Senegal.

Unser Tagebuch werde ich auch während meines Aufenthalts in der Schweiz weiter führen und alle Interessenten am Aufbau teilhaben lassen. Gerne werde ich über diese besonders spannende Etappe ungefähr alle 14 Tage berichten. Und natürlich freue ich mich über jede Begegnung in der Schweiz, über Gespräche und Austausch, anlässlich der geplanten *Aktivitäten oder auch einfach ganz privat. (*Infos folgen unter „Events“.)

 

Apropos Events. Ich suche interessierte und aktive Helfer, um die Finanzierung des zweiten Kindergartens zu ermöglichen. Der Bedarf ist sehr gross in dieser Gegend.

 

Sei es als helfende Hand oder aus eigener Initiative, ein Spielfest, Geschichtenzelt, Schulevent, Firmenanlass oder Benefiz-Veranstaltung jeglicher Art (Konzerte, Sportveranstaltungen, Sponsorenlauf,- schwimmen, Lottoabend, Kafistube, Tanz- Bar, usw.). Jeder Einsatz und jeder Franken zählt.

 

Danke für jede Bemühung, Veranstaltung, oder Tip.

 

Kontakt:                     Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Tel. Schweiz               076 715 78 86           (ab 3.Juni bis voraussichtlich Ende August 2015)

Tel. Senegal                00221 77 844 51 55   (ab September 2015)

Herzlichst

Marielle Furter

Bankverbindung

Einzahlung für
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Zugunsten von
CH28 0588 1047 5101 4100 0
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Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.
Marielle Furter