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Hilfe zur Selbsthilfe

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Oktober 2015 Einweihung

Tagebuch, Senegal 17. Oktober 2015

von Werner Brunner

Abenteuerliche Reise zur Eröffnung des Kindergartens in Niaguisse, Senegal

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Zusammen mit seiner 83ig-jährigen Schwiegermutter und seiner Frau machte sich der Präsident des Vereins kindergardens4senegal auf die abenteuerliche Reise in den Senegal – eine Reise in eine andere Welt. Nach einer beinahe 24 Stunden dauernden Odyssee kam die kleine Schar endlich glücklich auf dem Flughafen von Ziguinchor an, wo sie von Marielle Furter mit ihren Begleitern bereits ungeduldig erwartet wurden. Nach einer eher kurzen Nacht fuhr dann die gesamte Gruppe nach Niaguisse zur Einweihung des ersten Kindergartens, der von kindergardens4senegal finanziert wurde.

Es war ein grosses Fest, an dem viele Vertreter von Gemeinden und verschiedener Behörden vertreten waren und natürlich durfte auch das Fernsehen nicht fehlen. Es wurde gesungen, musiziert und getanzt, ganz so, wie man sich das als Europäer in Afrika vorstellt. Selbstverständlich durften aber auch die Ansprachen der Offiziellen nicht fehlen. Das Durchtrennen des dreifarbigen Bandes eröffnete schliesslich den Kindergarten offiziell und die Besichtigung der Räumlichkeiten konnte beginnen. Es gab viel Lob für den wirklich gelungenen Bau, einem Bijou, dem viel Beachtung geschenkt wurde.

Für die rund 500 Gäste des Einweihungsfestes gab es anschliessend etwas Feines zu Essen, zubereitet von den Frauen des Dorfes, mit viel Liebe und Geduld gekocht - es hat übrigens hervorragend geschmeckt. Die Verteilung der Luftballons im Anschluss, war für die Kinder ein grosses Ereignis. Der Andrang war schliesslich dermassen gross, das die Aktion aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden musste. (Die Ballons wurden später in kleineren Rahmen verteilt)

Nach vielem Händeschütteln verabschiedete sich die Delegation von kindergardens4senegal schliesslich mit etwas schwerem Herzen von den vielen Offiziellen, den Helfern und vor allem den Kindern, die strahlend und fröhlich auf Wiedersehen winkten. Es war ein eindrückliches Fest, mit vielen fröhlichen und zufriedenen Gesichtern, gelungen und gut organisiert, farbenfroh und tief berührend.

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November 2015: Es ist so weit

Tagebuch, Senegal 23. November 2015

von Marielle Furter

Es ist so weit. Über 100 Kinder beleben den neu erbauten Kindergarten in Niaguis

Niaguis 1. Kigatag

Niaguis 1. Kigatag

Kindergarten

Ich weiss nicht, wer am Meisten aufgeregt war. Die zukünftigen Kinder, deren Eltern, die Lehrkräfte oder ich, die wir Alle erwartungsvoll beim Eingang des neu erbauten Kindergartens standen. Mein Herz pochte und es jubelte tief in mir. Strahlende Kinder, glückliche Eltern, freudvolle und motivierte Kindergärtnerinnen, dazu ein höchst dankbarer Schuldirektor. Und ich selber erfüllt von einem unbeschreiblichen Glücksgefühl. Die Neugier ist nicht zu verkennen, während sich Gross und Klein erwartungsvoll im Entrée versammeln.

23. November 2015
Endlich ist es soweit. Der neu erbaute Kindergarten wird von den vielen stolzen, strahlenden Kindern im Alter von drei, vier und fünf Jahren belebt. Die Kinder werden entsprechend aufgeteilt und in ihr Klassenzimmer geführt. „Petit seccion“, „Moyenne seccion“, „Grand secction“, so heissen die drei verschiedenen Stufen, welche hier üblich sind. Während viele Eltern die Lehrerinnen mit Fragen und noch weiteren Kindern überfallen, übernehme ich spontan die Gruppe der 5- Jährigen. Nachdem ich über ein Jahr mit vielen administrativen und organisatorischen Arbeiten beschäftigt war, welche die Finanzierung und Realisierung des Neubaus erforderten, kann ich mich endlich den Kindergartenkindern zuwenden.

Nebst der riesigen Freude macht sich in mir eine grosse Befriedigung breit. Den Kindern aus diesem Dorf, mit den materiell sehr ärmlichen Verhältnissen, diese Chance zu bieten, ist ein wahrlich grosses Glück für das ganze Dorf. Diese Dankbarkeit ist spürbar und von allen Seiten ist die grosse Wertschätzung zu vernehmen.

Mit einem ersten Ballspiel verraten mir die Kinder ihren Namen und es bahnt sich bereits eine herzliche Beziehung an. Bald sprechen mich die Kinder vertrauensvoll mit „Tata Marielle“ an und zeigen sich mit einer überraschend grossen Aufmerksamkeit, bereit für weitere Aktivitäten. Wir singen, hüpfen, tanzen, spielen, balancieren und die gegenseitige Freude erzeugt dabei eine wunderbare Stimmung. Immer wieder erscheinen neugierige Eltern in der Tür und an den Fenstern, lächeln mir zu und lassen mich ihre grosse Dankbarkeit wortlos spüren. Während die Kinder sich freudvoll für die verschiedensten Beschäftigungen begeistern lassen, werde ich immer wieder von einem unbeschreiblichen Glücksgefühlt erfasst. Der Anblick von so viel Freude und Wertschätzung rührt mich zutiefst. Ihnen Allen, welche dazu beigetragen haben, möchte ich an dieser Stelle einmal mehr meinen grossen Dank aussprechen.

Nach dem Znüni wende ich mich auch den Vierjährigen und der jüngsten Gruppe zu. Es überrascht mich, wie zutraulich sich auch diese die Kinder mir gegenüber verhalten, ohne Berührungsängste, obwohl ich eine „Dubab“, (weisse) bin. Bei den Kleinsten gibt es zwar ein paar Kinder, welche die Trennung von ihrer Mutter zum Weinen bringen. Doch lassen sie sich schnell beruhigen, wenn ich sie in meinen Armen schaukle oder mit einem mitgebrachten Stofftier tröste.

Was sich jedoch zeigt, dass die geplante Kinderzahl pro Klasse weit überschritten ist, weitere Kinder mussten abgewiesen werden. Nun bin ich an der Planung, alle drei Klassen doppelt zu führen. Die Räumlichkeiten wären vorhanden und könnten entsprechend eingerichtet werden. Der grosse Essenssaal könnte mit einer flexiblen Holzwand unterteilt werden und ein weiterer noch freier Raum könnte von der dritten „secction“ benutzt werden.

Während ich nun einmal wöchentlich den Kindergarten in Niaguis begleite, dabei Kinder und Lehrkräfte fördere, sind wir auf weitere Spenden angewiesen, um die Betriebskosten zu decken. Ebenso möchte ich gerne noch mehr Kindern in der Casamance dazu verhelfen, einen Kindergarten besuchen zu können. Bei einem nächsten Projekt könnte ich bereits von den Erfahrungen aus Niaguis profitieren, was einerseits meine Arbeit erleichtern, sowie den ganzen Prozess verkürzen würde. Es freut mich, wenn mir weiterhin das entsprechende Vertrauen entgegen gebracht wird. Für jede Spende und Mitgliedschaft, welche meine Vorhaben unterstützen, Kindern zu einer förderlichen Bildung zu verhelfen, bin ich – und die Kinder- sehr dankbar.

Herzlichst
Marielle Furter

 

Oktober 2015

Tagebuch, Senegal 2. Oktober 2015

von Marielle Furter

Nach meiner Ankunft im Senegal konnte ich es kaum erwarten, den aktuellen Stand des Kindergartens zu besichtigen. So bin ich mit meinem Freund und Assistent Elhadji - trotz der ermüdenden Reise - noch am selben Tag nach Niaguis gefahren.

Mit dem langersehnten Aufrichten des Daches wurde erst kürzlich begonnen. Der ursprünglich geplante Dachträger aus Holz wurde von der externen Fachperson als zu unsicher eingeschätzt und musste durch einen Hauptträger aus massivem Eisen ersetzt werden. Die Querverbindungen bestehen wie ursprünglich geplant aus Holz.

Abgesehen von der grossen Verspätung was das Dach betrifft, wurden einige andere Arbeiten planmässig in Angriff genommen. Alle Wasserleitungen wurden verlegt, damit die Toiletten und das Wasserbecken in der Küche angeschlossen werden können. Auch wurden alle elektrischen Leitungen gezogen. Fast alle Fenster sind montiert und die Türen werden nächste Woche in Angriff genommen.

Um an der Eröffnungsfeier am 17. Oktober ein grundsätzlich fertiges Bild des Kindergartens zu erhalten, wurde der Bauchef beauftragt, die Dacharbeiten abzuschliessen, sowie alle Türen und Fenster zu montieren. Auch soll der ganze Kindergarten zumindest den Erstanstrich erhalten und es soll mit dem Verlegen der Bodenplatten begonnen werden, damit die Klassenräume ein fast fertiges Bild aufweisen.

Der externe Experten legt sein Augenmerk besonders darauf, dass mit einem hohen Mass an Qualität gebaut wird. Schliesslich geht es um die Sicherheit von Kindern. Das ist das Allerwichtigste und - da sind wir uns alle einig - die entstandenen Verzögerungen sind dabei zweitrangig.

Ich freue mich jedenfalls sehr, dass wir bald die Ouvertüre unseres ersten Kindergartens feiern können, auch wenn die Finissage des Neubaus noch fehlen wird und die Kinder erst im November erstmals den Kindergarten besuchen können.

Besonders freut es mich, dass zur Eröffnungsfeier am 17. Oktober unser Präsident, Werner Brunner, mit seine Frau anwesend sein wird, sowie meine Mutter und Marcel Brühlmann, Badmeister Villmergen, welche stets mit grossem Engagement für das Projekt mitgewirkt haben.

Das Projekt kann gerne jederzeit besucht werden, sei dies aus purem Interesse, für einen Volontär- oder Sprachaufenthalt oder auch einfach um Ferien zu geniessen.

Gerne berichte ich euch nach der offiziellen Kindergarteneröffnung über die Feierlichkeiten.

Herzlichst

Eure Marielle Furter

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September 2015

Tagebuch, Hägglingen im September 2015

von Marielle Furter

Nachdem ich die afrikanische Sonne Ende Juni mitgebracht habe, naht nun mit den kühleren Tagen meine Rückkehr in den Senegal. Es ist ein sehr bewegter Aufenthalt in der Schweiz. Nebst vielen Aktivitäten hatte ich immer wieder erfreute und ermunternde Begegnungen und Gespräche. Unter anderem besuchten wir das Gauklerfestival, so wie E+S- Spielfest Villmergen mit unserem Geschichtenzelt. Es fand auch dieses Jahr wieder grossen Anklang und erfreute viele Kinder.

Nun freue ich mich besonders auf den letzten Anlass, bevor ich am 16. September abreisen werde. Es wäre schön, wenn ich euch in der Villmerger Badi nochmals treffen würde und wir ein paar gemütliche Stunden verbringen könnten. Genaue Infos zum Benefiz- Badi- Schlussfest mit Flohmarkt, Sonnen- Bazar, Spiel und Spass für "Gross und Klein", Musik u.v.m. ist dem angehängten Plakat zu entnehmen.
Der Neubau ist bald überdacht und der Kindergarten nimmt Form an. Nach meiner Ankunft am 19. September werden Fenster und Türen, Toiletten und Küche installiert, während ich mich um das Mobiliar und die Inneneinrichtung kümmern werde. Die Eröffnung des Kindergartens ist auf den 17. Oktober 2015 geplant.

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Ich freue mich darauf, euch bald wieder live aus Niaguis berichten zu können.

Herzlichst
Eure Marielle Furter

 

 

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