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Hilfe zur Selbsthilfe

Hilfe zur Selbsthilfe

Tagebuch Juli 2017

von Marielle Furter

Kinder Goudiabya 300

Vorstand ndimbal xale y 300i

logo ndimbal xale yi mit kreuz weiss 300 Kopie

Vorfreude in Goudiabya

Die Vorbereitungen und Abklärungen waren erfolgreich und haben zu einer konkreten Planung geführt, welche sowohl im Senegal, so wie in der Schweiz auf Hochtouren laufen. An der Generalversammlung vom 8. Juni 2017 wurde unser zweites Kindergartenprojekts in der Gemeinde Goudiabya definitiv abgesegnet. Alle Anpassungen wurden von den recht zahlreich erschienen Mitgliedern einstimmig angenommen.

Auch der Gründung einer senegalesischen Partnerorganisation wurde von allen Anwesenden zugestimmt. Sowohl Statuten, wie auch das Logo von „ndimbal xale yi“, partenaire de kindergardens4senegal, wurden angeglichen, verschiedene Vereinbarungen getroffen und unterzeichnet, welche unsere Zusammenarbeit definiert. Die Organisation erfüllt ebenso alle senegalesischen Vorschriften und hat die verlangten Dokumente den verschiedenen Ämtern vorgelegt. Nun wird die Vereinigung staatlich eingetragen und gilt somit sie als gesetzlich anerkannt.

Einerseits bildet diese Organisation die Brücke zum senegalesischen Staat, was kindergardens4senegal erst die voll umfänglich rechtliche Akzeptanz und Unterstützung gewährleistet. Somit sind wir im Senegal abgesichert, falls Probleme oder Unstimmigkeiten auftreten sollten. (Z.Bsp. mit der Baufirma, Lehrpersonen, etc.).

Andererseits erhalte ich die nötige Entlastung, um allen Aufgaben gerecht zu werden. Die vier hauptverantwortlichen Personen unserer Partnerorganisation, haben mich bereits bezüglich unserem Projekt in Niaguis oft hilfreich und uneigennützig beraten und mein absolutes Vertrauen gewonnen. Es ist eine enge Zusammenarbeit geplant. Sie kümmern sich entsprechend ihrem Ressort gemeinsam mit mir um Verhandlungen, (Präsident und Projektleitung), nehmen mir administrative Arbeiten ab, (Sekretariat) und begleiten mich bei allen Angelegenheiten, welche im Zusammenhang mit dem Schulwesen und Inspektor stehen, (Leitung Bildungswesen). Auch im Bereich Finanzen werde ich Unterstützung erhalten, (Kassier). So manche Offerte wurde gegenüber einer weissen Frau um einiges höher berechnet, als üblich wäre. Für Überweisungen gilt jedoch weiterhin die Einzelunterschrift von mir. Keine weitere Person hat im Senegal den Zugang zu unseren Vereinsgeldern. Über sämtliche Vereinbarungen, Protokolle und Verträge muss ich informiert werden. Alle Dokumente haben nur mit meiner Unterschrift ihre Gültigkeit.

Die neu überarbeiteten Statuten findet ihr unter dem entsprechenden Link, weitere Unterlagen unter „Projekt“.

Ich freue mich sehr auf die Rückreise in den Senegal und dort nach der Regenzeit mit der konkreten Umsetzung des Kindergartens in Goudiabya beginnen zu können.

Herzlichst
Eure Marielle Furter

 

Tagebuch Februar 2017

von Marielle Furter

Begrüssung Fest

Kinder stehen Spalier Fest

Fest mit Eltern

Besprechung

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Niaguis: Überraschendes Fest

Das zweite Schuljahr läuft in gewohnten Bahnen und auch mit den neuen Kindern der „Petit secction“ hat sich eine schöne Beziehung angebahnt.

Am 2. Februar 2017 durfte ich ein besonderes Ereignis erleben.

Nachdem ich angekündigt hatte, dass ich dieses Jahr aus verschiedenen Gründen bereits im Februar in die Schweiz reisen werde, wurde ich mit einem besonderen Fest überrascht, welches zu Ehren von kindergardens4senegal organisiert wurde. Dabei verkündete der "Chef du village" voller Begeisterung, dass die Bevölkerung und die verantwortlichen Personen am 15.Dezember 2016 "Mme. Marielle Furter" zur Patin des Kindergartens gewählt haben, und dieser entsprechend benannt wird. Zusätzlich wurden mir verschie-dene Urkunden überreicht. Nebst den Personen aus verschiedenen Behörden haben sich ebenso viele Mütter und Väter der Kindergartenkinder mit grosser Dankbarkeit unserem Verein und mir gegenüber geäussert. Nachdem mich diese Worte bereits sehr berührt haben, welche aus tiefstem Herzen an mich gerichtet wurden, kamen zwei Frauen auf mich zu. Ich wurde vor allen Anwesenden mit einem schönen Rock eingekleidet und dazu mit einer traditionellen Kette beschenkt, was dort zu Lande eine grosse Ehre bedeutet. Es war ein wirklich spezieller Anlass.

Dies zeigt mir auf, dass die Bevölkerung mehr und mehr versteht, wie wichtig die Vorschule für die kleineren Kinder ist. Sie beobachten, wie freudig ihre Jüngsten den Kindergarten besuchen und welch positive Entwicklung die Kinder dabei machen. Dadurch wird die Zusammenarbeit immer enger und kann umso mehr bewirken, was ich natürlich sehr schätze.

Unser nächstes Projekt in Koudiabya.

Die Vorbereitungen sind gut angelaufen und erste Gespräche haben im geplanten Dorf "Koudiabya" stattgefunden. Es ist uns wichtig, dass wir auf eine gute Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und kindergardens4senegal zählen können. Dies trägt viel bei für ein gutes Gelingen, sowohl beim Aufbau, so wie bei der Inbetriebsetzung des Kinder-gartens.

Aktuell haben wir ein geeignetes Grundstück kostenlos zugesprochen bekommen und sind in regem Austausch mit der wichtigsten Ansprechperson, le Chèf du Village, M. Arouna Koudiaby. Vor Allem möchten wir in Erfahrung bringen, welche weiteren Beiträge das Dorf seinerseits zur Realisierung des Kindergartens zur Verfügung stellen kann. (z. Bsp. Rodung des Baulandes, Unterkunft und Essen für Bauarbeiter, Bausand aus der Region, etc.) Hierbei geht es nicht unbedingt um Einsparungen des Budgets von kindergardens4senegal, sondern ebenso darum, die Ernsthaftigkeit und das Interesse der Einwohner von Koudiabya bestätigt zu haben.

Unsere "Hilfe zur Selbsthilfe" hat ja zum Ziel, dass wir staatliche Einrichtungen verwirklichen, welche nach einigen Jahren der Zusammenarbeit mit Inspektoren, Lehrpersonen, Elternrat und weiteren verantwortlichen Personen selbstständig weiter funktionieren können. Dafür bestehen im Senegal gute Bedingungen, da die Strukturen für ein fortschrittliches Schulwesen grundsätzlich vorhanden sind. Jedoch ist es dem Staat nicht möglich, in allen Dörfern entsprechende Kindergärten und Schulen zu finanzieren. Die sehr ländliche Region Casamance ist besonders davon betroffen, so dass viele Kinder keine Möglichkeit auf Bildung haben, oder die Kinder einen langen Weg in Kauf nehmen müssen, um in einem Nachbardorf die Schule besuchen zu können.

Während meiner Abwesenheit im Senegal vertritt mich wie üblich mein einheimischer Assistent Elhadji Mamadou Dieme, welcher mich seit Mai 2015 bei allen Projektarbeiten begleitet und unterstützt.

Herzlichst

Marielle Furter

 

Anerkennung aus Niaguis >>

Deutsche Übersetzung >>

 

Oktober 2016

Tagebuch Senegal / Schweiz, Oktober 2016

von Marielle Furter

1a fete 2016

2j niaguis 2016

2i niagui 2016

1b fete 2016

1 fete 2016

1g fete 2016

Seit meinem letzten Bericht aus dem Senegal ist es lange her. Die Ereignisse überschlugen sich und das erste Kindergartenjahr war sehr arbeitsintensiv. Einerseits war es interessant für mich, ihr Schulsystem kennen zu lernen, andererseits zeigten sich die Lehrkräfte offen für meine Anregungen. Zusätzlich gab es fortwährend viele Besprechungen, welche zur detaillierten Planung und Struktur des Kindergartenbetriebs nötig waren. So pflegte ich einen steten Kontakt zum Elternrat, den „Autorité“ der Gemeinde Niaguis, sowie zu den Inspektoren und weiteren verantwortlichen Personen. Dies Alles hat mich fast rund um die Uhr auf Trab gehalten. Das Schönste waren für mich natürlich die vielen wertvollen Stunden, die ich wöchentlich mit den Kindern zusammen erlebte. Ihre grosse Begeisterung, Lernbereitschaft und sehr erfreuliche Entwicklung, welche ich dabei beobachten konnte, gaben mir selber stets wieder neuen Antrieb.

 

Höhepunkt: Schulschlussfeier, 4. Juni 2016

Bereits sechs Wochen vorher wurde mit der Planung für die Feier „fète du fin d'anne“ begonnen, welches Dank unserer Unterstützung durchgeführt werden konnte. Die Vorfreude war riesig, bei den Kindern, wie den Erwachsenen. Fleissig wurden verschiedene Lieder, Sketch's und Darbietungen zum diesjährigen Thema „Gleichberechtigung“ eingeübt. Diese Aufführung der Kinder war es dann auch, welche die grösste Begeisterung bei den zahlreichen Besuchern ausgelöst hat. Dabei wurden auch die Rechte der Kinder lauthals verkündet. Alle wurden reichlich verwöhnt mit Speis und Trank und natürlich fehlte es nicht an Musik und Tanz. So dauerte das Fest den ganzen Tag.

 

Schulferien von Juli bis September

Während der Regenzeit bleiben die Schulen im Senegal geschlossen. Diese Zeit gibt mir die beste Möglichkeit, mich auch in der Schweiz verschiedenen Vereinstätigkeiten zu widmen. Nebst Benefiz- und Infoveranstaltungen, GV, Schulen verdanken, Foto- Präsentationen, etc., sind es auch die vielen wertvollen Begegnungen und Gespräche, welche ich nicht missen möchte. Der persönliche Kontakt zum Team von kindergardens4senegal, sowie zu unseren Gönnern, ist mir sehr wichtig.

 

Zweites Schuljahr in Niaguis gut gestartete

Am 3. Oktober bin ich wieder nach Senegal abgereist und wurde in Niaguis davon überrascht, dass der Kindergartenbetrieb bereits am Anlaufen war, früher als geplant. Die Kinder konnten es wohl kaum erwarten, den Kindergarten wieder, bzw. neu zu besuchen, nachdem ich sie im Juni eher traurig über die Ferien erlebt habe. Fort Laufend werden noch weitere Kinder eingeschrieben und stossen dazu. Die Kinderzahl der drei Klassen wird sich wohl anfangs November genau zeigen.

Eine besondere Freude war es mir auch, die neuen Erstklässler zu besuchen, welche letztes Jahr noch im „grossen Kindergarten“ waren. Die Begeisterung war riesig! Die Kinder stürmten regelrecht auf mich zu, als ich unter der Tür erschienen war. Ein unbeschreibliches Glücksgefühl liess mein Herz höher schlagen, während die“ Kindertraube“ um mich herum hüpfte und tanzte.

 

Intermezzo in der Schweiz

Ganz unerwartet erreichte mich im Senegal schon bald eine erfreuliche Nachricht, welche mich am 18. Okt. zurück in die Schweiz geholt hat. Eine besondere Veranstaltung, gibt uns die Ehre... Mehr darf ich noch nicht verraten, doch gebe ich euch gerne Mitte November einen weiteren Hinweis dazu. (Unter diesem Link) Nun bin ich besonders froh, dass der Kindergarten in Niaguis bereits in diesem zweiten Jahr so gut und selbstständig angelaufen ist. So kann ich beruhigt einen weiteren Monat in der Schweiz verbringen.

Herzlichst, Marielle Furter

 

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Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.
Marielle Furter