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Hilfe zur Selbsthilfe

Hilfe zur Selbsthilfe

Oktober 2016

Tagebuch Senegal / Schweiz, Oktober 2016

von Marielle Furter

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Seit meinem letzten Bericht aus dem Senegal ist es lange her. Die Ereignisse überschlugen sich und das erste Kindergartenjahr war sehr arbeitsintensiv. Einerseits war es interessant für mich, ihr Schulsystem kennen zu lernen, andererseits zeigten sich die Lehrkräfte offen für meine Anregungen. Zusätzlich gab es fortwährend viele Besprechungen, welche zur detaillierten Planung und Struktur des Kindergartenbetriebs nötig waren. So pflegte ich einen steten Kontakt zum Elternrat, den „Autorité“ der Gemeinde Niaguis, sowie zu den Inspektoren und weiteren verantwortlichen Personen. Dies Alles hat mich fast rund um die Uhr auf Trab gehalten. Das Schönste waren für mich natürlich die vielen wertvollen Stunden, die ich wöchentlich mit den Kindern zusammen erlebte. Ihre grosse Begeisterung, Lernbereitschaft und sehr erfreuliche Entwicklung, welche ich dabei beobachten konnte, gaben mir selber stets wieder neuen Antrieb.

 

Höhepunkt: Schulschlussfeier, 4. Juni 2016

Bereits sechs Wochen vorher wurde mit der Planung für die Feier „fète du fin d'anne“ begonnen, welches Dank unserer Unterstützung durchgeführt werden konnte. Die Vorfreude war riesig, bei den Kindern, wie den Erwachsenen. Fleissig wurden verschiedene Lieder, Sketch's und Darbietungen zum diesjährigen Thema „Gleichberechtigung“ eingeübt. Diese Aufführung der Kinder war es dann auch, welche die grösste Begeisterung bei den zahlreichen Besuchern ausgelöst hat. Dabei wurden auch die Rechte der Kinder lauthals verkündet. Alle wurden reichlich verwöhnt mit Speis und Trank und natürlich fehlte es nicht an Musik und Tanz. So dauerte das Fest den ganzen Tag.

 

Schulferien von Juli bis September

Während der Regenzeit bleiben die Schulen im Senegal geschlossen. Diese Zeit gibt mir die beste Möglichkeit, mich auch in der Schweiz verschiedenen Vereinstätigkeiten zu widmen. Nebst Benefiz- und Infoveranstaltungen, GV, Schulen verdanken, Foto- Präsentationen, etc., sind es auch die vielen wertvollen Begegnungen und Gespräche, welche ich nicht missen möchte. Der persönliche Kontakt zum Team von kindergardens4senegal, sowie zu unseren Gönnern, ist mir sehr wichtig.

 

Zweites Schuljahr in Niaguis gut gestartete

Am 3. Oktober bin ich wieder nach Senegal abgereist und wurde in Niaguis davon überrascht, dass der Kindergartenbetrieb bereits am Anlaufen war, früher als geplant. Die Kinder konnten es wohl kaum erwarten, den Kindergarten wieder, bzw. neu zu besuchen, nachdem ich sie im Juni eher traurig über die Ferien erlebt habe. Fort Laufend werden noch weitere Kinder eingeschrieben und stossen dazu. Die Kinderzahl der drei Klassen wird sich wohl anfangs November genau zeigen.

Eine besondere Freude war es mir auch, die neuen Erstklässler zu besuchen, welche letztes Jahr noch im „grossen Kindergarten“ waren. Die Begeisterung war riesig! Die Kinder stürmten regelrecht auf mich zu, als ich unter der Tür erschienen war. Ein unbeschreibliches Glücksgefühl liess mein Herz höher schlagen, während die“ Kindertraube“ um mich herum hüpfte und tanzte.

 

Intermezzo in der Schweiz

Ganz unerwartet erreichte mich im Senegal schon bald eine erfreuliche Nachricht, welche mich am 18. Okt. zurück in die Schweiz geholt hat. Eine besondere Veranstaltung, gibt uns die Ehre... Mehr darf ich noch nicht verraten, doch gebe ich euch gerne Mitte November einen weiteren Hinweis dazu. (Unter diesem Link) Nun bin ich besonders froh, dass der Kindergarten in Niaguis bereits in diesem zweiten Jahr so gut und selbstständig angelaufen ist. So kann ich beruhigt einen weiteren Monat in der Schweiz verbringen.

Herzlichst, Marielle Furter

 

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Mai 2016: Meine Vision hat sich erfüllt

Tagebuch, Senegal Mai 2016

von Marielle Furter

Meine Vision hat sich erfüllt

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Meine Vision hat sich erfüllt. Ich bin mehr als glücklich, dass ich seit Ende März endlich tageweise wieder als Kindergärtnerin tätig sein kann. Und natürlich ist es ein ganz besonderes Gefühl, in „unserer“ école maternelle in Nisguis zu unterrichten. Während ich die vor Freude strahlenden und sehr interessierten Kinder mit den Spielsachen bekannt mache, klopft mein Herz spürbar höher.

Generalversammlung 2016
Dies ist nur einer, von vielen Gründen, weshalb ich bis zum Schuljahresende im Senegal bleiben werde, bevor ich mich ab anfangs Juli für ca. drei Monate in der Schweiz aufzuhalten gedenke. Da es mir ein Anliegen ist, an der GV von kindergardens4senegal anwesend zu sein, verschiebt sich diese also bis nach den Sommerferien. Ich bitte unsere Mitglieder um Verständnis und freue mich bereits jetzt auf unser Zusammentreffen Ende August. Der Versand der Einladungen erfolgt wie üblich mindestens einen Monat vor der geplanten GV per Post.

Die grosse Begeisterung, welche die vielen, in der Schweiz gespendeten, Spielsachen auch bei den Erwachsenen ausgelöst hat, kann ich kaum beschreiben. Bereits beim Auslegen des Spielmaterials, um zuerst die Lehrkräfte damit vertraut zu machen, begannen die Frauen zu jubeln und tanzen und begaben sich wie Alice im Wunderland auf Entdeckungsreise. Es war mehr als rührend, mit welcher Freude und Neugier das Team, samt Madame la Directrice Janinne Christine Mancabo, Spiel um Spiel erkundet hatten. So dauerte es über eine Stunde, bis wir mit dem geplanten Inventar beginnen konnten.

Dafür kam sogar der regionale Inspektor, M. Diagne zu Besuch. Mit ebenso grosser Begeisterung, bedankte er sich bei mir und allen Sponsoren für unsere grossartige Unterstützung. Dass wir einen so wunderschönen Kindergarten erstellt haben und uns sogar darüber hinaus weiterhin so hilfreich engagieren, mit meinen regelmässigen Besuchen im Kindergarten und nun auch noch mit dieser beachtlichen Anzahl an Spiel- und Fördermaterial, schätzt er ungemein. Ich kann mich grundsätzlich einer guten Beziehung zu Diagne erfreuen. Mit seinem Angebot, dass er Tag und Nacht für meine Anliegen da sei, fühle ich mich besonders gut gestützt und bin zuversichtlich für eine gute Zusammenarbeit mit dem Staat.

Aktuell sind wir an den Vorbereitungen für das erste Schulschlussfest, das am 4. Juni, auch dank der finanziellen Unterstützung von kindergardens4senegal, möglich ist. Gross und klein freuen sich riesig darauf. Es wird gesungen, getanzt und auch ein Sketch zum diesjährigen Thema „Gleichberechtigung“ einstudiert. Alle Kinder und das ganze Team werden mit demselben Stoff eingekleidet. Wie es hier üblich ist, von einem Schneider massgerecht angefertigt.

Das Fest hat für unseren Verein eine zusätzlich grosse Bedeutung. Nachdem der Kindergarten während diesem ersten Schuljahr noch etappenweise mit allem Nötigen beliefert wurde, hat sich gleichzeitig ein attraktiver, lernfreudiger und herzlicher Betrieb eingespielt. Ich schätze mich sehr glücklich, dass wir uns über einen so äusserst zufrieden stellenden Kindergarten erfreuen können. Dies ist also ein weiterer Grund, das vergangene Schuljahr gebührend zu feiern. Somit erweitern wir das Fest. Nach den Darbietungen der Kinder am Morgen, bieten wir Musik und Tanz für Alle an und laden Kinder, Eltern und Behörden zum Mittagessen ein.

Danach ist die Finanzierung in Niaguis für uns grundsätzlich abgeschlossen. Der Kindergarten kann die laufenden Kosten im neuen Schuljahr selber finanzieren, mit dem Schulgeld, das die Kinder bezahlen. Auch wenn dieses mit Cfa 1000 = Fr. 2.-/Monat sehr klein gehalten ist, damit alle Familien den Betrag aufwenden können, reicht dies mit über 100 Kindern für die Betriebskosten aus. Da wir uns für einen staatlichen Kindergarten entschieden haben, wird dieser vom Inspektor mit Verbrauchsmaterial und den hiesigen Lernheften beliefert.

Doch werde ich den Kindergarten weiterhin begleiten und wenn nötig, natürlich auch weiterhin finanzielle Unterstützung anbieten. Die Nachhaltigkeit ist uns besonders wichtig. Dazu kommt, dass Niaguis immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben wird. Gerne werde ich den Kindergarten noch über Jahre begleiten und wohl nie ganz aus den Augen lassen.

Zukunftspläne
Grundsätzlich sammeln wir jedoch bereits für ein zweites Projekt, um weiteren Kindern den Besuch eines Kindergartens zu ermöglichen. Die Planung dafür gehe ich jedoch frühestens im neuen Schuljahr an und will nichts überstürzen. Erst wenn ich mich vergewissern kann, dass in Niaguis das zweite Kindergartenjahr weiterhin so erfreulich gestaltet und geführt wird, ziehe ich konkret in Betracht, ein weiteres Projekt anzugehen. Das würde also heissen, dass die Verantwortung grundsätzlich vom Staat und dem Kindergarten selber getragen werden kann, pädagogisch und finanziell. Also Hilfe zur Selbsthilfe, wie es unser Ziel ist. Den Kindergarten in Niaguis werde ich, wie bereits erwähnt, mit derselben Freude weiterhin die nächsten Jahre begleiten. Nebst einer gewissen „Kontrolle“, möchte ich die so freundschaftliche Beziehung zum Team und dem ganzen Dorf und natürlich vor Allem das Zusammensein mit den Kindern nicht missen.

Mit grosser Dankbarkeit
Eure Marielle Furter

 

März 2016: Die Möbel sind da!

Tagebuch, Senegal März 2016

von Marielle Furter

Die Möbel sind da!

Teakmöbel

Clemence Kanfom und Marielle Furter

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Bereits sind über drei Monate vergangen, seit dem ersten Kindergartentag in Niaguis. Nachdem sich in den ersten zwei Wochen die Kinderzahl noch weiter erhöht hat, bleiben die Klassen nun mit ca. 35 Kindern stabil. Es hat sich auch bald gezeigt, dass meine Bedenken, dass die Qualität des Unterrichts, sowie das Wohlbefinden der Kinder unter den grossen Klassen leiden könnten, unnötig waren. Somit zerschlug sich auch die spontane Idee, einen Doppelkindergarten zu führen. Allenfalls auf das nächste Schuljahr, damit keine Kinder aus Platzmangel abgewiesen werden müssen.

Die ganze Situation hat sich bald beruhigt. Obwohl die Klassen das geplante Limit von 25 Schüler/Innen weit übersteigen, ist durch die gute Führung der Lehrkräfte nach kurzer Zeit ein ruhiger, gut eingespielter Unterricht zu beobachten. Ausserdem bietet der zentrale Raum im Turm den nun besonders sinnvollen Freiraum, um die Klassen zu unterteilen und im Wechsel unterschiedlich zu beschäftigen. Ich bin wirklich überrascht und mehr als zufrieden, mit welcher Vielfalt an Ideen und gutem Fachwissen die „éducation“ gestaltet wird. Und das Wichtigste, mit sehr viel Herzblut der vier Lehrkräfte und hochmotivierten, strahlenden Kindern.

Endlich sind nun auch die Möbel da! Der Auftrag dafür ergab eine grosse Verzögerung, da die ersten Offerten, welche von unserem örtlichen „Parténère“, Federation Dimbaya, eingeholt wurden, nicht unserem Auftrag entsprochen haben. Sie wollten eine Ausführung aus Sperrplatten und Metallrahmen, welche ich in vielen Kindergärten gesehen habe, mir jedoch schnell aufgefallen ist, dass fast alle zerbrochen sind. Es war ein harter Kampf über mehrere Wochen, mich durch zu setzen. Doch nun sind alle hochzufrieden, mit den wunderschönen und sehr stabilen Möbeln, massiv Thek. Sie wurden am 5. Februar fertig fabriziert und tags darauf bereits geliefert. Über 120 Stühle, 24 Tische, 10 riesige Regale und sonst noch so einige Anfertigungen mussten mit System auf den grossen Camion geladen werden, damit es keine weitere Fahrt braucht.

In Niaguis angekommen erwarteten uns nebst den strahlenden Lehrkräften bereits eine grosse Gruppe SchülerInnen im Alter von 12 bis 16 Jahren, erfreulicherweise äusserst motiviert, ihre Kräfte zu beweisen. Meine Sorgen, dass wir stundenlang mit dem Abladen beschäftigt sein werden, haben sich sofort in Luft aufgelöst. Es war unglaublich, in welch eifrigem Tempo die über 250 Einzelstücke abgeladen und ca. 30 Meter zum Kindergarten getragen wurden. (Bilder dazu im angehängten Album). Nach knapp einer Stunde fanden alle Möbel ihren Platz im entsprechenden Raum und lassen die verschiedenen Zimmer in einem wirklich schönen Bild erscheinen. Und die Kinder haben die ideale Einrichtung für die verschiedenen Beschäftigungen. Freudig und stolz zeigen sie mir ihre Schreibübungen auf der Schiefertafel oder in ihrem Schreibheft. Die Kinder scheinen mit den stabilen, schönen Tischen besonders motiviert zu sein für konzentriertes Arbeiten.

In einem nächsten Schritt können nun endlich die vielen Spielsachen, welche in der Schweiz gespendet wurden, in den Kindergarten gebracht werden. Damit mussten wir uns ebenfalls gedulden. Wir wollten abwarten, bis mit den Möbeln einen sorgfältigen Umgang und Platz zum Aufbewahren gewährleistet werden kann.

Herzlichst
Marielle Furter

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Oktober 2015 Einweihung

Tagebuch, Senegal 17. Oktober 2015

von Werner Brunner

Abenteuerliche Reise zur Eröffnung des Kindergartens in Niaguisse, Senegal

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Zusammen mit seiner 83ig-jährigen Schwiegermutter und seiner Frau machte sich der Präsident des Vereins kindergardens4senegal auf die abenteuerliche Reise in den Senegal – eine Reise in eine andere Welt. Nach einer beinahe 24 Stunden dauernden Odyssee kam die kleine Schar endlich glücklich auf dem Flughafen von Ziguinchor an, wo sie von Marielle Furter mit ihren Begleitern bereits ungeduldig erwartet wurden. Nach einer eher kurzen Nacht fuhr dann die gesamte Gruppe nach Niaguisse zur Einweihung des ersten Kindergartens, der von kindergardens4senegal finanziert wurde.

Es war ein grosses Fest, an dem viele Vertreter von Gemeinden und verschiedener Behörden vertreten waren und natürlich durfte auch das Fernsehen nicht fehlen. Es wurde gesungen, musiziert und getanzt, ganz so, wie man sich das als Europäer in Afrika vorstellt. Selbstverständlich durften aber auch die Ansprachen der Offiziellen nicht fehlen. Das Durchtrennen des dreifarbigen Bandes eröffnete schliesslich den Kindergarten offiziell und die Besichtigung der Räumlichkeiten konnte beginnen. Es gab viel Lob für den wirklich gelungenen Bau, einem Bijou, dem viel Beachtung geschenkt wurde.

Für die rund 500 Gäste des Einweihungsfestes gab es anschliessend etwas Feines zu Essen, zubereitet von den Frauen des Dorfes, mit viel Liebe und Geduld gekocht - es hat übrigens hervorragend geschmeckt. Die Verteilung der Luftballons im Anschluss, war für die Kinder ein grosses Ereignis. Der Andrang war schliesslich dermassen gross, das die Aktion aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden musste. (Die Ballons wurden später in kleineren Rahmen verteilt)

Nach vielem Händeschütteln verabschiedete sich die Delegation von kindergardens4senegal schliesslich mit etwas schwerem Herzen von den vielen Offiziellen, den Helfern und vor allem den Kindern, die strahlend und fröhlich auf Wiedersehen winkten. Es war ein eindrückliches Fest, mit vielen fröhlichen und zufriedenen Gesichtern, gelungen und gut organisiert, farbenfroh und tief berührend.

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kindergardens4senegal
5612 Villmergen

Konto 50-1083-6

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.
Marielle Furter