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Hilfe zur Selbsthilfe

Hilfe zur Selbsthilfe

Ein neuer Kindergarten entsteht

Die Bauphase hat viel Kraft und Nerven, Geduld, sowie Ausdauer erfordert, die Freude über das gelungene Projekt ist dafür umso grösser. Müdigkeit und Erschöpfung sind schnell verflogen. Den Kindergarten nun zu begleiten, ist der schönste Teil an meiner Projektarbeit.

Ergänzend zur Sendung «Auf und davon» vom 16. Februar 2019 möchte ich eine informative Einsicht in meine Projektarbeit geben. Danke, dass Sie sich die Zeit dafür nehmen.

 Marielle mit den Kindern

Am 7. Januar 2018 ging es mit den Arbeiten für den Neubau eines zweiten Kindergartens los. Die ersten Bausteine wurden hergestellt und schon bald wurde mit Haken und Schaufeln die Ausgrabung des Fundaments begonnen.

Ein Bauprojekt ist stets eine Herausforderung, ob in der Schweiz oder im Ausland. Hier im Senegal sind Klima und die einfachen Umstände eine weitere Erschwerung. Sonne, Hitze und viel Staub haben zu den erschwerten Bedingungen beigetragen. Durch das Fehlen jeglicher maschineller Unterstützung, ist Alles Handarbeit, was auch für die Arbeiter hartes Anpacken bedeutete. In nur fünf Monaten stand das neue Gebäude fertig vor uns, pünktlich vor der kommenden Regenzeit.

 Fabrikation Brique Gesamtanzahl 5450 Briques

Ausgrabung Alfredo macht die Grundmauern

Die lange Arbeitstage gingen bis in die Nacht hinein. Elhadji Dieme, mein Projektpartner, und ich hatten uns viel vorgenommen, damit möglichst Alles korrekt abläuft.  Es sollen keine unnötigen Kosten entstehen oder Gelder abgezwackt werden können und der Neubau eine sehr gute Qualität erhalten. Wir waren täglich vor Ort und überwachten jeden Arbeitsschritt. Gleichzeitig kümmerte ich mich um alle finanziellen Abwicklungen, vom Materialeinkauf bis zu den Lohnzahlungen jedes Arbeiters. Dadurch konnten wir die Kosten, im Vergleich zum ersten Kindergarten in Niaguis, auf die Hälfte reduzieren. (Von CHF 100'000.- auf CHF 50'000.-)

Zufriedenheit rundum Die Grundmauern entstehen

Teamwork Transport der Bausteine

Ohne Elhadji Dieme hätte ich es nie geschafft. Er hat sich unermüdlich eingesetzt und keine Arbeit gescheut. Von früh bis spät erledigte er hundert Sachen, sein Engagement hat all meine Erwartungen übertroffen und er war mir eine grosse Unterstützung in allen Bereichen.

Elhadji mit Architekt Zufriedener Elhadji

Elhadji und ich waren hunderte von Stunden am Brunnen. Dies war eine weitere, wahrlich anstrengende Herausforderung, welche Kräfte forderte. Denn das nötige Wasser musste täglich von Nachbar’s Brunnen geholt und zur Baustellen transportiert werden. Auch damit waren wir mehr als ausgelastet, brauchten die Arbeiter doch tatsächlich um die 2000 Liter pro Tag, für das ganze Gebäude über 400’000 Liter. (Mit einem 12-Liter Kessel am Brunnen. Man rechne...) Zum Teil hatten wir Hilfe aus dem Dorf, dann waren es wieder die Bauarbeiter, die gutwillig mitangepackt hatten. Trotzdem, es war wohl der Teil, der mich am Meisten erschöpft hatte.

am Brunnen Transport der Bidons

Hilfe der Frauen Hilfe der Kinder

Zusätzlich musste ich bald lernen, einen Schalter in mir zu kippen. Es läuft nie, wie gedacht, besprochen, geplant und nur ganz selten nach meiner Vorstellung. Also hiess es, jeden Tag möglichst ohne Erwartungen angehen und vorweg annehmen, was realisiert werden kann. Nicht ganz einfach, immer schön flexibel und lösungsorientiert zu sein und jeglichen Ärger herunter zu schlucken. Nie den Kopf hängen lassen, immer wieder motiviert auftreten und nur keine schlechte Stimmung verbreiten.

Mit der Zeit lernte ich darauf zu vertrauen, dass es trotzdem klappen wird und wir die verschiedenen Etappen erreichen werden. Wenn auch auf anderen Wegen und mit mir fremden Methoden, schlussendlich hat es immer funktioniert. Da jubelte mein Herz bei jedem Arbeitsschritt, der abgeschlossen werden konnte.

 Mauern hochgezogen Eisenarmierung

das Dach kommt drauf die Wände werden gemalt

Nun wird der Kindergarten belebt!

Endlich kann ich mich wieder mit Kindern beschäftigen. Mein Anliegen ist es, dass der Unterricht sich mit einem vielseitigeren Angebot gestaltet, damit die Kinder in verschiedenen Bereichen gefördert werden und sich entsprechend entwickeln. Somit sehe ich auf ein neues Jahr, umgeben von Kindern, welche mich mit ihren strahlenden Augen und fröhlichen Lachen verzaubern. Glücklich und zufrieden kann ich beobachten, wie die Kleinen mit den verschiedenen Aktivitäten viele neue Erfahrungen sammeln können.

Gleichzeitig sind Weiterbildungen in der ganzen Region geplant. Mein Auftrag ist es vor Allem, Spielmaterial einzuführen, Welches ich in den verschiedenen Vorschulen verteilen möchte. Und zwar in ganz Sédhiou, es sollen möglichst viele Kinder von einem attraktiven Unterricht profitieren können.

Wie sagte der “Chef de village” in Niaguis: “Wissen ist der grösste Reichtum”.

Kinder mit der Directrice Kinder mit Elhadji

Singen und Tanzen Spiel und Spass

Turnen auf dem Kreis Turnen

Herzlichen Dank für Ihr Interesse.

Mit lieben Grüssen auch aus dem Kindergarten

Marielle Furter und Team

Glückwünsche

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Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.
Marielle Furter