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Hilfe zur Selbsthilfe

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Neujahreswünsche 2018

kindergardens4senegal / ndimbal xale yi et Goudiabya

wünschen Ihnen ein frohes neues Jahr 2018 mit viel Freude, Energie und Zufriedenheit gute Gesundheit und Frieden
2 Foto Guets Neus 2018 1

Aktueller Projekt-Stand, 8. Dezember 2017

1 Supervisor Neubau Lamin Mane Elhadji Dieme

Der Bauplan ist fertig und der Vertrag mit dem verantwortlichen Maurer wird in diesen Tagen abgeschlossen. Nebst dem guten Ruf des so genannten „Chef du masson", haben uns auch die verschiedenen Gebäude überzeugt, welche von ihm erstellt wurden und wir besichtigt haben. Das zum Teil noch von Sträuchern überwucherte Bauland wird diese Woche von der Dorfbevölkerung gesäubert, wobei selbst die Wurzeln ausgerissen werden müssen. Bald kann also mit dem Fundament begonnen werden. Das heisst, es werden zuerst über mehrere Tage Schaufel um Schaufel geschwungen, bis die entsprechenden Grabungen fertig sein werden. Alle Arbeiten für einen Neubau werden hier noch von Hand ausgeführt. Es gibt keine Maschinen, keinen Bagger oder Kran. Baulärm ist ein Fremdwort.

2b Ndimbal xale y mit Marielle Furter

Grosse Bereicherung, Partnerorganisation ndimbal xale yi

Es war ein wirklich guter Entscheid, eine auf unseren Verein abgestimmte, senegalesische Partnerorganisation zu gründen. Die erwarteten Vereinfachungen bestätigten sich bereits bei den Vorbereitungen und nun auch bei der gesamten Planung unseres zweiten Kindergarten- Projekts. Aktuell arbeite ich vorwiegen mit Elhadji Dieme, (Leitung Projekte), während die weiteren Vorstandsmitglieder für einzelne Aufgaben eingesetzt werden. Wir konnten uns kürzlich sogar mit dem Minister von Sedhiou treffen und ihn persönlich über unser Vorhaben informieren. Er schätzt unsere Tätigkeit für die Kinder im Senegal sehr und hat uns angeboten, sich jederzeit bei ihm zu melden, falls Probleme auftauchen sollten.

3 Elhadji Mamadou Dieme 4

Kränzchen für den Präsidenten, Elhadji Mamadou Dieme

Jemanden gefunden zu haben, dem ich 100% vertrauen kann, der sich mit seinem besten Wissen und Gewissen für die Umsetzung unseres Projekts einsetzt, ist für mich wahrlich ein Geschenk und nicht selbstverständlich. Das Engagement von Elhadji Dieme übersteigt alle meine Erwartungen, vor Allem für afrikanische Verhältnisse. Für das Fest der ersten Steinsetzung in Goudiabya war sein Einsatz unermüdlich und ich erlebte ihn von früh bis spät beschäftigt, damit die ganze Organisation dem entsprechend umgesetzt wurde. Diese grossartige Leistung des Präsidenten hat letztendlich viel zu dem guten Gelingen und der wunderschönen Stimmung des Anlasses beigetragen. (Siehe unterstehenden Tagebuch- Bericht). Mit dem selben Elan erlebe ich ihn nun bei all den vielen Verhandlungen bezüglich der Umsetzung von unserem zweiten Kindergartenprojet.

4 Elhadji Dieme mit Inspecteur Sagna

Grosse Entlastung

Es zeigt sich, dass wir bei Gesprächen, Sitzungen und Verhandlungen bessere Resultate erzielen können. Einheimische verstehen sich besser untereinander, als wenn ich mich auf meine „schweizerische Art" ausdrücke. Zwar lerne ich täglich dazu, die senegalesischen Eigenheiten und Umgangsformen werden mir stets gebräuchlicher, trotzdem ist das gegenseitige Verständnis nicht immer einfach. Somit erleichtert mich die Zusammenarbeit mit Elhadji Dieme sehr, und ich bin mehr als froh um diese Entlastung der ganzen Projektarbeit und Verantwortung vor Ort.

5 Elhadji Dieme mit Chef Village Arouna Goudiaby rechts

Viele Vorteile

Elhadji, aufgewachsen in Sedhiou, kennt „seine Pappenheimer". Er weiss, auf was besonders geachtet werden muss und wie bestimmte Aussagen zu verstehen sind, damit ein gutes, gegenseitiges Verständnis und Übereinkommen erreicht werden kann. Dazu kommt der grosse Vorteil, dass er die Preise genau kennt oder in Erfahrung bringen kann, was unsere Projektauslagen merklich sinken lässt. Viele unnötige oder höhere Ausgaben können vermieden werden, wenn ein Einheimischer die Preise aushandelt. Sieht der Verkäufer oder Arbeiter hingegen «eine Weisse» vor sich stehen, steigen die Kosten oft rasant in die Höhe.

Tagebuch, 28. Oktober 2017

1 Pose pierre

2 Freudige Kinder

3 Elhadji

4 Rede Le Marie

5 Kulinarischer Frauenpower

    TV Bericht "pose pierre" Goudiabya

  

Ein Fest der Begeisterung in Goudiabya

„La pose de la première pierre“

Am 21. Oktober 2017 konnte mit einer wahrlich grossen Freude der erste Stein gesetzt werden. Mit Pflaster und Kelle durfte ich mich beteiligen, mit einigen Kindern den ersten Stein zu setzten, Die Erinnerung daran berührt mich noch jetzt.

Zusammen sind wir stark

Für das gute Gelingen hat sich die Dorfbevölkerung mit einem erstaunlichen Einsatz beteiligt. Bereits einige Tage davor wurde nicht nur ich selber, sondern auch die ganze Dorfbevölkerung von einem Gemisch aus Nervosität und freudigem Kribbeln erfüllt. Gleichzeitig war wieder diese innige Herzlichkeit und Vertrautheit, welche uns gegenseitig aufmunterte, keine Mühen zu scheuen. Es herrschte reges Treiben bereits bei der Organisation für das Fest. Zeltdächer, Tische mit weissen Tischtüchern für die Obrigkeit, Musikanlage, Essen und Getränke, und noch so Vieles mehr, eine besondere Herausforderung, so weit abgelegen. Der grösste Teil wurde von unermüdlichen Eseln auf einem Karren transportiert.

Gleichzeitig hat sich Herr Elhadji Mamadou Dieme, Präsident unserer Partnerorganisation ndimbal xale yi, mit ebenso grosser Motivation engagiert. Er hat sich von früh bis spät darum gekümmert, dass die organisatorischen Aufträge ausgeführt wurden, TV und Radio kontaktiert, Einkäufe geplant und die ganze Koordination übernommen. Die Zusammenarbeit hat sich auch bei diesem Anlass bestens bewährt und mich sehr entlastet.

Der erstaunliche Elan rundum wirkte sich nicht nur auf die gelöste Stimmung bei den vielen Anwesenden aus Goudiabya aus, sondern auch auf die Obrigkeit und Inspektoren, welche uns die Ehre gaben. Die traditionellen Reden waren von einer tiefen Dankbarkeit geprägt, begleitet von so manchen emotionalen Worten, welche bereits die vertraute Zusammenarbeit zum Ausdruck brachte.

Um das leibliche Wohl sorgten sich um die 80 Frauen, welche am Tag davor mit Ausdauer riesige Mengen an Teigtaschen und Süssgebäck hinzauberten. Ein munteres Treiben, begleitet von Geschwätz und Gelächter, vom Morgen bis zum Eindunkeln. Stolz präsentierten sie mir danach die mit Leckereien gefüllten Schüsseln, scherzen und tanzen mit mir. Dieses wunderbare Gefühl der Verbundenheit, aufgenommen in der Gemeinschaft, wirkt bei mir wie Seelenbalsam.

Herzliche Grüsse

Eure Marielle Furter

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Tagebuch, 5. Oktober 2017

von Marielle Furter

 1 k4s Velo

2 Strahlende und neugierige Kinder

3 Glückliche Mütter

4 Sitzung in Goudiabya

5 Besichtigung Bauland

6 Ndimbal xale yi
Von links nach rechts:
Aliou Badara Sarr, Vize-Präsident 
Mame Katy Diedhiou, St.v. Leitung Finanzen
Elhadji Dieme, Präsident
Mariama Dianké, Leitung Finanzen
Amadou Dieme, Administration

Eine Rückreise voller Vorfreude

Meine Ankunft im Senegal am 21. September war von einer beruhigenden und gleichzeitig kribbelnden Zuversicht begleitet. Nach den 13 Stunden Busfahrt von Dakar in die südlichste Region Casamance, bin ich trotz der grossen Müdigkeit glücklich und voller Tatendrang in Sedhiou angekommen. Bereits am nächsten Tag besuchte ich das ungefähr drei Kilometer entfernte Dorf Goudiabya. Mein neuer Wohnort, welcher jedoch noch auf die Wasseranschlüsse warten muss, liegt dazwischen. Die kurze Distanz zu unserem aktuellen Kindergartenprojekt ermöglicht mir mit dem Velo oder auch zu Fuss ein schnelles Hinkommen. Denn nebst dem Begleiten und kontrollieren des Neubaus, ist mir der Kontakt zum Dorf genau so wichtig.
 

Strahlende Kinderaugen, glückliche Mütter

Die grosse Freude, Herzlichkeit und Dankbarkeit, mit welcher mich die Bevölkerung in Goudiabya empfangen hatte, rührte mich zutiefst. Die vielen strahlenden Gesichter und leuchtenden Augen sagen mehr als tausend Worte. Neugierige Kinder, zufriedene Eltern, Zuversicht und Vertrauen bei den Dorfvorstehern. Die schönen Begegnungen klingen nach. Bei jedem weiteren Eintreffen in Goudiabya, begleiten mich freundliche Worte und Zurufe der Kinder von allen Seiten.

 

Es geht los in grossen Schritten.

Während aktuell ein sehr erfahrener Architekt den Bauplan erarbeitet, wird in Goudiabya von unzähligen Männerhänden der ausgewählte Platz vom vielen Gestrüpp befreit. Die 70 x 70 Meter, welche für den Kindergarten überschrieben werden, ermöglichen uns wieder grosse, helle Klassenzimmer zu erbauen, mit viel Platz für die Kinder. Nachdem mit unserem ersten Projekt in Niaguis ein wahres „bijou“ entstanden ist, möchten wir in Zukunft ein etwas schlichteres Erscheinungsbild, natürlich ohne an Qualität zu verlieren. Dies vermindert unnötige Kosten und passt sich eher den üblichen Schulgebäuden dieser Region an.

„La pose de la première pierre“ wurde auf den 21. Oktober 2017 festgelegt. (Spatenstich).

 

Gemeinsam sind wir stark

Die verschiedenen Sitzungen mit den verantwortlichen Personen in und um Goudiabya sind sehr erfreulich und wecken das Engagement für den neuen Kindergarten rundum. Bau- und Schulinspektoren, so wie die obersten Dorfvorsteher treffen in zügigem Tempo die erforderlichen Massnahmen für den bevorstehenden Baustart.

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit unserer neu gegründeten Partnerorganisation

Nebst der staatlichen Grundlagen, welche wir nun erreicht haben, erleichtert mich die grosse Unterstützung durch ndimbal xale yi in allen Bereichen enorm. (Die offiziellen Dokumente siehe unter diesem Link).

Die gründlichen Planungen, welche hier abgewickelt wurden, während ich in der Schweiz aktiv war, bilden eine seriöse Arbeitsvorlage. Alle wichtigen Schritte wurden bereits vorbesprochen und eingeleitet, so dass wir nun mit meiner Ankunft die konkrete Umsetzung sofort angehen können. Ich schätze mich sehr erleichtert und entlastet, mit gestärktem Rücken des so aktiven Teams die Realisierung unseres zweiten Projektes in Angriff nehmen zu können.
Gleichzeitig bestärkt mich die Umstrukturierung in unserem Vereinsvorstand.
Der Wechsel von Vorstandsmitgliedern zu „Freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ wurde hinsichtlich der Realisierung von weiteren Projekten und der nötigen Entlastung bei meiner Projektarbeit vorgenommen. Es gibt uns nun die Möglichkeit, die verschiedenen Tätigkeiten in professionelle Hände zu übergeben, welche jedoch freundlicherweise ebenso unentgeltlich für uns tätig sind. An dieser Stelle nochmals vielen herzlichen Dank an das ganze Team.

Primin Saxer, Hägglingen, Finanzen
Marie Anne Weber, Hägglingen, Administration
Jackie Keller, Rütihof, Lektorin, Rechtliche Beratung

Mit einer wunderbaren Zuversicht auf gutes Gelingen grüsst euch herzlichst
Eure Marielle Furter

 

Bankverbindung

Einzahlung für
NEUE AARGAUER BANK AG
5001 AARAU

Zugunsten von
CH28 0588 1047 5101 4100 0
kindergardens4senegal
5612 Villmergen

Konto 50-1083-6

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.
Marielle Furter